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Wir sind Eva & Thomas und leben und arbeiten in Leipzig. Seit 1983 sind wir ein Paar - und genau so lange gemeinsam auf Reisen. Durchs Leben sowieso - aber auch an Orte, zu denen wir alle, die diese Seite finden, mitnehmen möchten.

Viele Jahre waren wir mit unseren beiden Söhnen sowie unsrem Hund Fritz unterwegs - aber die Jungs sind nun erwachsen, Adam und seine Frau Rebeca leben und arbeiten in Köln, Bruno studiert in Leipzig und hat mit seiner Verlobten Romy und seinem Sohn Emil in Erfurt eine Familie gegründet, Fritz ist 2008 im stolzen Alter von 17 Jahren gestorben.

Eine Pauschalreise haben wir noch nie gemacht - und haben es auch nicht vor! 

Wenn wir unterwegs sind, gilt die Regel: Der Weg ist das Ziel! - Ganz gleich, ob wir als Studenten per Anhalter nach Bulgarien trampten, ob wir in den frühen 90ern mit dem PKW und einem Bergzelt West- und Südeuropa entdeckten oder später mit gemieteten Wohnmobilen in Griechenland und auf dem Peloponnes unterwegs waren.

Seit 2004 haben wir nun einen eigenen, sehr speziellen Reisegefährten auf Rädern, der uns bereits kreuz & quer durch Deutschland, nach Frankreich, Tschechien, Ungarn, Österreich, Polen, ins Baltikum und in die Ukraine brachte:   

Unseren Bernd



Er ist ein VW T2/T3 und hat das stolze Alter von fast 29 Jahren. Vor sechs Jahren haben wir ihn bei ebay gefunden und uns nach Besichtigung und einer kleinen Probefahrt sofort ihn verliebt.

Wir haben ihn dann selbst völlig neu isoliert und eine originale Wohnmobil-Inneneinrichtung eingebaut, die genau so alt ist wie er. Wir haben jedoch das Gas hinausgeworfen und dafür einen Spirituskocher, allerdings einen mit hoher Leistung. (Hintergrund: Beim Fahren mit gemieteten Wohnmobilen haben wir immer wieder gemerkt, wie blöd es ist, bei schönem Wetter in der Enge eines Wohnmobils zu kochen. Unseren "Origo 2000" können wir auf einen Stuhl im Freien stellen - da macht das gemeinsame Urlaubskochen gleich viel mehr Spaß.) Gekühlt wird mit einer Kühlschrank-ähnlichen Kühlbox, eine Heizung brauchen wir nicht, ebenso wenig ein Klo. Wasser haben wir auch nicht. Deshalb sind wir - im Gegensatz zu einem "richtigen" Wohnmobil nur "teil-autonom". Dies erklärt vielleicht ein wenig, warum wir, speziell in der Ukraine, so oft in Hotels geschlafen haben... 

Natürlich muss der betagte Herr des öfteren eine Werkstatt besuchen... Aber in der Summe ist das trotzdem preiswerter, als ein Wohnmobil zu mieten - vor allem auch, wenn man bedenkt, dass er jeden Tag verfügbar ist.

Wie viele Hunderttausend Kilometer bereits auf dem Tacho stehen müssten, ist und bleibt Berndis Geheimnis.

Wir haben es noch nie bereut, dass Bernd unser Familienmitglied ist.         Warum er so heißt?    

Weil er aussieht wie Bernd, das Brot aus dem ARD-Kinderkanal! Und manchmal zickt er auch so herum. "Mist!"


Um den Verlauf unserer Routen zu verstehen, müssen wir vorab einen Urlaubsbrauch erklären, den wir schon seit vielen Jahren praktizieren:

Neben Orten, die wir uns aus Reiseführern heraussuchen, fahren wir zusätzlich  Punkte an, die folgendermaßen entstehen:

Karte des Ziellandes ausbreiten, Augen verbinden, mehrfach um die eigne Achse drehen, gleichzeitig wird von einem anderen Beteiligten die Karte gedreht, damit der "Tipper" nicht wissen kann, wie sie liegt - dann wird ihm ein Stift in die Hand gedrückt und er piekt blind einen Punkt in die Karte.

zB hier, 2004, vor einer Frankreich-Reise


Neben uns selbst sind an diesem Spiel Verwandte und Freunde beteiligt, so dass dann etwa zehn Punkte entstehen - mal mehr, mal weniger, je nachdem, wer uns vor dem Urlaub über den Weg läuft und mitmachen will...    

Wir wissen übrigens nicht mehr, wann und wie wir dieses

"Blinde Kuh mit Landkarte" 

erfunden haben - aber wir profitieren in jedem Urlaub davon. 

Denn so erlegen wir uns selbst die Verpflichtung auf, dem Motto des Raumschiffs Enterprise zu folgen und "dringen dabei in Galaxien vor, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat" (die gibt es auch - noch! - in Europa). Auf jeden Fall ist das spannender als nur den Empfehlungen diverser Reiseführer zu folgen. Manchmal finden wir ganz Außergewöhnliches, manchmal auch nur eine verlassene Gegend, die wir, oft recht mühselig, erreichen... 

Aber selbst das ist reizvoll, weil immer aus einem abstrakten Punkt auf der Karte eine konkrete Landschaft wird, in der wir dann stehen.

Deshalb gehört das "Pieken" bei unserer Urlaubsvorbereitung unbedingt dazu.